Kardio-MRT

Die Kardio-MRT (Herz-Magnetresonanztomographie) stellt eine vielseitige, nicht-invasive Untersuchungsmethode des Herzens dar, welche ohne schädliche Röntgenstrahlung mit Hilfe von starken Magnetfeldern eine detaillierte Darstellung des Herzens und der großen Gefäße ermöglicht.

Vorteile / Anwendungsbereiche

Die MRT-Untersuchung bietet einen deutlich besseren Weichteilkontrast als z.B. die Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie) oder Computertomographie (CT) und gilt daher als aktuell genauestes Verfahren zur Beurteilung des Herzmuskels und der Herzfunktion.

Typische Anwendungsbereiche

  • exakte Messung und ggf. Verlaufskontrolle der Funktionsparameter (Größe der Herzhöhlen und Pumpfunktion)
  • detaillierte Beurteilung des Herzmuskels bzgl. seiner Masse / Dicke, Funktion und Struktur, z.B.:
    • zur Darstellung von Narben nach einem Herzinfarkt für die weitere Therapieplanung (z.B. Bypass-OP)
    • Ausschluss von Entzündungen (Myokarditis)
    • Veränderungen im Rahmen seltener Erkrankungen wie Sarkoidose oder Amyloidose
  • Beurteilung der Herzklappen, z.B. bei unzureichendem Klappenschluss (Insuffizienz) oder Verengung (Stenose) mit exakter Bestimmung des Schweregrades
  • Darstellung bzw. Kontrolle von anlagebedingten Veränderungen / Fehlbildungen am Herz und an den großen Gefäßen
  • in seltenen Fällen zur Darstellung von Tumoren der Herzens

Einschränkungen

  • bei Patienten mit einem Herzschrittmacher, implantiertem Defibrillator (ICD) oder anderweitigen nicht MRT-tauglichen Implantaten bzw. Fremdmaterialien kann die Untersuchung leider nicht durchgeführt werden
  • Die MRT ist aktuell noch nicht in der Lage, eine ausreichend genaue Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarien) zu liefern. Diese Fragestellung wird i.d.R. mittels einer Herz-Computertompgraphie oder einer invasiven Katheterangiographie beantwortet.

Untersuchungsablauf

  • die Untersuchung dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Vor der Untersuchung wird ein EKG angelegt. Die Bildqualität und Dauer der Untersuchung sind abhängig von Ihrer Mitarbeit. Sie werden während der Untersuchung wiederholt aufgefordert, für einen Zeitraum von bis zu ca. 15 Sekunden die Luft anzuhalten.
  • je nach Fragestellung (insbes. bei der Frage nach Narben oder Entzündungen) wird während der Untersuchung ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel über die Vene verabreicht. Sollte bei Ihnen eine starke Einschränkung der Nierenfunktion oder eine bekannte Unverträglichkeit gegenüber MRT-Kontrastmittel vorliegen muss ggf. darauf verzichtet werden.

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