Schilddrüsenuntersuchung
Die Schilddrüse liegt im Hals vor der Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes. Vergrößerungen der Schilddrüse können sich daher durch beispielsweise eine Zunahme des Halsumfangs oder durch sicht- oder tastbare Knoten im Halsbereich (teilweise schmerzhaft) bemerkbar machen. Daher wird bei Auffälligkeiten in diesem Bereich eine Schilddrüsenuntersuchung durchgeführt, um die Ursache abzuklären.
Von den Vergrößerungen der Schilddrüse abzugrenzen sind Schilddrüsenfunktionsstörungen. Wird in der Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormon gebildet, resultiert daraus eine Schilddrüsen-unterfunktion; bei vermehrter Bildung des Schilddrüsenhormons entsteht dagegen eine Schilddrü-senüberfunktion. Diese Über- bzw. Unterfunktion kann im Rahmen einer Schilddrüsenun-tersuchung diagnostiziert werden.
Wenn die Schilddrüse nicht richtig funktioniert, kann dies bspw. Einfluss haben auf das Körperge-wicht, auf das Herz-/Kreislaufsystem, den körperlichen oder geistigen Antrieb, die Schlafgewohnheiten, Haut und Haare, Fruchtbarkeit und Zyklus, Gedächtnis und Konzentration und das Skelettsystem.
Zur Schilddrüsendiagnostik werden verschiedene Methoden der Schilddrüsenuntersuchung eingesetzt:
Tastuntersuchungen im Zuge der Schilddrüsenuntersuchung:
Hierbei orientiert sich der Arzt während der Schilddrüsenuntersuchung an der Schluckverschieblichkeit der Schilddrüse und an der Konsistenz des Organs.
Ultraschall im Zuge der Schilddrüsenuntersuchung:
Mit Hilfe von Ultraschall kann bei der Schilddrüsenuntersuchung eine exakte Größenbestimmung der Schilddrüse vorgenommen werden und etwaige Knoten dargestellt werden.
Szintigramm im Zuge der Schilddrüsenuntersuchung:
Durch die szintigraphische Untersuchung kann zwischen "heißen" ("warmen") und "kalten" Knoten unterschieden werden. Mehr...
FNP (Feinnadelpunktion) im Zuge der Schilddrüsenuntersuchung:
Mittels FNP können Knoten bzgl. Gut- oder Bösartigkeit abgeklärt werden.
Hormonlabor im Zuge der Schilddrüsenuntersuchung:
Die klinisch biochemische Bestimmung der Schilddrüsenhormone erlaubt eine Aussage über den Funktionszustand der Schilddrüse – Unterfunktion < Normalfunktion < Überfunktion.
