Facettenblockade und periradikuläre Therapie

Verschleißerscheinungen an Bandscheiben und Zwischenwirbelgelenken sind die häufigsten Ursachen für chronische Rückenschmerzen. Wenn Medikamente oder Krankengymnastik und Massagen keine ausreichende Wirkung mehr zeigen, kann die Injektion einer geringen Menge einer Kombination aus einem schmerzstillenden mit einem entzündungshemmenden Mittel eine erfolgreiche Behandlung darstellen.

Um die Medikamentenkombination präzise an die schmerzverursachende Nervenwurzel oder Wirbelgelenke zu platzieren, führen wir diese Behandlung unter computertomographischer Steuerung durch.
Nach vorausgegangener CT oder MR-Untersuchung zur genauen Feststellung und Lagebestimmung des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes wird die Behandlung wie folgt durchgeführt.
In Bauchlage wird zunächst die zu behandelnde Region eingestellt. Auf dem Bildschirm wird der optimale Punktionsort und der geplante Verlauf der Nadel markiert.
Entsprechend dem auf dem Bildschirm gemessenen Punkt wird die Punktionsstelle auf der Haut angezeichnet. Nach Hautdesinfektion erfolgt die örtliche Betäubung der Einstichstelle, anschließend wird die Nadel unter computertomographischer Kontrolle an die betroffene Nervenwurzel oder das Wirbelgelenk geführt.
In bestmöglicher Lage wird eine geringe Menge Kontrastmittel vorgespritzt, um die Verteilung der anschließend eingebrachten Medikamente abschätzen zu können. Der gesamte Ablauf der Behandlung wird mit repräsentativen Bildern dokumentiert.

Bei etwa 80 % der Patienten kommt es unter dieser Behandlung zu einer deutlichen Besserung bis hin zu völliger Schmerzfreiheit im betroffenen Gebiet. Allerdings ist meist eine mehrmalige Behandlung (3-5 Sitzungen) erforderlich. Der Effekt im Sinne einer Besserung der Beschwerden kann mehrere Wochen anhalten.

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